Der Schlaganfall (aus der Sicht der TCM)

Der Schlaganfall ist weltweit eine der Hauptursachen für Todesfälle und körperliche wie auch geistige Behinderungen. Lag das Durchschnittsalter von Schlaganfallpatienten noch vor wenigen Jahren über 60, wird es zusehends nach unten revidiert. Auch das Auftreten dieser Erkrankung nimmt in den letzten Jahren rapide zu.

Die chinesischen Medizin erwähnte das Krankheitsbild bereits vor mehr als 2000 Jahren im Nei... Jing und im Jin Gui
Yao Lue, also in den ersten Niederschriften der TCM.

Der Schlaganfall ist aus der Sicht der TCM eine Schleim/Stagnations-Problematik und diese nimmt generell in den letzten Jahren zu. Die Gründe dafür liegen auf der Hand – allen voran sind es:

1.
Der Konsum von immer stärker denaturierten Lebensmitteln. Vor allem die Zusatzstoffe, die Lebensmitteln beigemengt werden – allen voran Zucker, der neben Milchprodukten zu den schleimbildensten Lebensmitteln zählt, setzen dem Organismus gewaltig zu. Es gibt ja schon fast kein Lebensmittel mehr, das nicht mit Zucker versetzt wird. Nicht ohne Grund, denn Zucker macht abhängig und damit süchtig. Das weiß die Lebensmittelindustrie schon lange und setzt daher verstärkt bei Produkten für Kinder an.

2.
Der übermäßige Konsum von Milchprodukten.

3.
Und emotionaler/körperlicher Stress, der im Körper Hitze entstehen lässt und generell die Körpersäfte verdickt. Es entsteht schnell ‚Schleim‘. Nicht selten beginnt es im Hals-Bereich.

Schleim im Körper führt dazu, dass es zu Blockaden kommt, in der Schulmedizin spricht man eben von Gefäßen, die sich verschließen. Es kommt zu Erweiterungen und im schlimmsten Fall zu Verklumpungen, Blutungen und damit zu lokalen Unterversorgungen mit Blut.

Warnsignale können sehr vielfältig sein: Schwindel, Taubheitsgefühle, stechende und lokalisierte Schmerzen, Sensibilitätsstörungen, Sehstörungen oder Probleme beim Sprechen. Aber auch Kopfschmerzen, Reizbarkeit, Übelkeit und Erbrechen (vor allem mit Blutbeimengungen), Harn- oder Stuhlinkontinenz oder -verhalt, Krämpfe, viel Schleim im Stuhl oder schleimiger Ausfluss bei Frauen.

Das alles können erste Alarmsignale sein, die darauf hinweisen, dass sich Schleim im Körper befindet.

Was kann nun zu einem ‚Anfall‘ (allen voran Herzinfarkt, Schlaganfall, aber auch Koliken gehören dazu) sein:

1. physische Überarbeitung und Erschöpfung
2. starke emotionale Belastung
3. plötzlicher Wetterumschwung oder außergewöhnliche Temperaturverhältnisse (daher sind beispielsweise Urlaubsreisen im Winter für Risikopatienten in feucht/heiße Länder immer mit einer großen Gefährdung verbunden)

In der Diagnose unterscheidet sich die TCM von der Schulmedizin, da die TCM, je nach Schweregrad des neurologischen Ausfalls und dem Bewusstseinszustand des Patienten, einen Jing Luo (Meridian) – oder einen Zang Fu (Organ) – Gehirninfarkt unterscheidet.

Jing Luo (Meridian) – Schlaganfall

Ein Jing-Schlaganfall charakterisiert sich in halbseitiger Lähmung oder starker Erhöhung der
Muskelspannung, Abweichungen von Mund und Zunge, Sprachstörungen oder –verlust. Ein Luo-Gehirninfarkt kann sich auch in einem halbseitigem Gefühlsverlust oder einer motorischen Schwäche zeigen. Die Patienten sind bei Bewusstsein.

Zang Fu (Organ) – Schlaganfall

Diese Form charakterisiert sich vor allem durch einen zeitweiligen oder andauernden Bewusstseinsverlust oder Bewusstseinsstörung. Die Beschwerden nach einem Zang Fu Schlaganfall können den oben genannten gleichen.

Beide Formen erfahren eine unterschiedliche Therapie.